Exkursion ins Jüdische Gemeindezentrum München sowie ins Jüdische Museum München

Exkursion ins Jüdische Gemeindezentrum München sowie ins Jüdische Museum München

 „Ottensoos ist eine wunderbare, einzigartige Gemeinde"

Ottensoos - Bürgermeister Klaus Falk folgte der Einladung der Präsidentin der Israelitschen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch (ausgesprochen bei ihrem Besuch in der ehemaligen Synagoge Ottensoos) und besuchte mit Gemeinderäten, dem Freundeskreis Ehemalige Synagoge Ottensoos und kirchlichen Vertretern das Jüdische Zentrum München. Dr. Charlotte Knobloch begrüßte Falk und die Reisegruppe sehr herzlich und freute sich über den Besuch im jüdischen Zentrum Münchens, das Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ist.

Die Synagoge ist der Blickfang eines modernen Gebäudeensembles, das auch das Jüdische Museum und das Gemeindezentrum umfasst. Das Zentrum vereine alle jüdischen Einrichtungen wie Kindergarten, Grundschule, Gymnasium, Verwaltung, Rabbinat, Kultur- und Jugendzentrum, das koschere Restaurant „Einstein" sowie Repräsentations- und Veranstaltungsräume. Durch den 32 Meter langen Gang der Erinnerung, der an die 4500 Münchner Juden erinnert, die während der Zeit des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden, gelangten die Ottensooser in die Ohel-Jakob-Synagoge.

Der Sockel der 28 Meter hohen Synagoge, die 585 Sitzplätze aufweist, erinnert an die Klagemauer, den einzig erhaltenen Teil des Jerusalemer Tempels. Darüber thronen – in einem quaderförmigen Oberlicht – ineinander verschachtelte Davidsterne aus Stahl. Sie sind verglast und mit einem bronzefarbenen Metallnetz verhängt. Das Oberlicht soll tagsüber Licht einlassen und nachts Licht in die Umgebung abgeben. Die einfallenden Sonnenstrahlen tauchen das Innere der Synagoge, das mit Zedernholz aus dem Libanon und hellem Jerusalem-Stein verkleidet ist, in warmes Licht. Der Glasaufbau deutet ein Zelt an, das die 40-jährige Wanderung der Juden durch die Wüste Sinai symbolisiert. Auf dem Portal stehen (von oben nach unten sowie von links nach rechts) die ersten zehn Buchstaben des hebräischen Alphabets; sie erinnern damit an die Zehn Gebote. Die sehr interessierte Besuchergruppe bekam einen hervorragenden Einblick und erlebte ein hohes Maß an Wertschätzung und Gastfreundschaft durch Charlotte Knobloch. Knobloch zeigte sich wiederum sehr beeindruckt von der sehr gelungenen Sanierung der ehemaligen Synagoge von Ottensoos. „Ottensoos ist eine wunderbare und einzigartige Gemeinde", so Knobloch.

Im jüdischen Museum führte Museumsdirektor Bernhard Purin durch die aktuelle Ausstellung „Sieben Kisten mit jüdischem Material". Im Jahr 2016 wurden sieben Kisten mit jüdischen Ritualgegenständen in Würzburg entdeckt, die derzeit im Rahmen einer Sonderausstellung zu sehen sind.

Im Restaurant Albert Einstein, konnte sich die Gruppe beim Brunch mit feinsten, koscher zubereiteten Kreationen aus der jüdischen und der mediterranen israelischen Küche stärken. FESO-Vorsitzender Hans-Peter Schmidt und 2. Bürgermeisterin Tanja Riedel, die die Fahrt vorbereitet hatte, zeigten sich beeindruckt von der Synagoge im Herzen der Stadt und der wieder erstarkten jüdischen Gemeinschaft in München.

Gang der Erinnerung (Verbindungsgang zwischen Gemeindezentrum und Synagoge)

Synagoge Ohel-Jakob München

Thoranische

Jüdisches Museum München

Frau Dr. Knobloch

Ottensooser Reisegruppe mit Frau Dr. Charlotte Knobloch

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